Schneller, höher, stärker.
Miteinander im sportlichen Wettstreit.

In der 5. Klasse bilden die Olympischen Spiele den Höhepunkt der Griechenland-Epoche. Diesmal gab es für vier Münchner Waldorfschulen eine Premiere: Die Fünftklässler aus München Südwest, Gröbenzell, dem Isartal und der Parzivalschule trafen sich am 14. Juli 2017 auf dem Sportgelände in Gröbenzell, um sich gemeinsam in olympischen Disziplinen zu messen. Die Idee hierzu entstand bei der jährlichen Klassenlehrerfortbildung, in der sich die Lehrer über die Inhalte und Entwicklung der Klassenstufen austauschen. „Ein Sportlehrer aus Prien, der schon mehrere Jahre mit einigen anderen Schulen die Olympischen Spiele abhält, hat uns Mut gemacht und an seinen Erfahrungen teilhaben lassen“, berichtete eine Lehrerin, und so lief die Organisation schon seit Sommer 2016.

Die letzten Regenwolken verzogen sich, während einige handwerklich gewiefte Eltern den mitgebrachten Streitwagen aufbauten. Pünktlich, als die Athleten ins Stadion einzogen, ließen sich nach regenreicher Nacht die ersten Sonnenstrahlen blicken. Der Zug wurde von unserem altgedienten Streitwagen angeführt. Im Geschirr und auf dem Wagen die Vertreter der zehn Polis: Athen, Epidauros, Delphi, Theben, Olympia, Sparta, Marathon, Argos, Korinth und Mykene. Unabhängig von Herkunft (Schule) und Geschlecht waren die Kinder so in 10 Gruppen aufgeteilt, die man gut an den farblich unterschiedlichen Mäandern und Schriftzügen auf den dafür hergestellten T-Shirts erkennen konnte.
Jeweils zwei Polis traten nun im Ringen, Diskuswerfen, Speerwerfen, Laufen und Weitsprung gegeneinander an. Götterpunkte wurden vergeben und es zählte die Schönheit des Sprungs oder Wurfs genauso wie die Weite oder der schnelle Lauf.

So gab es viele schöne Begegnungen, und die Kinder waren neugierig, Schüler aus den anderen Schulen kennenzulernen, mit ihnen diese Olympiade zu erleben. Kurz vor der Siegerehrung wuchs die Spannung. War es wirklich Sparta, das 5714 Götterpunkte gesammelt hatte? Wie war das möglich? Etwas schwer war es für viele Kinder, die sportliche Überlegenheit einer anderen Polis anzuerkennen. Doch zuletzt wurden alle Athleten mit einem Weidenkranz gekrönt, und der besondere Verdienst jeder Mannschaft hervorgehoben. So waren die Abgesandten von Delphi „hermesgleich“ über die Bahn „geflogen“. Nach dem schönen Lob, konnte man wieder leichten Schrittes und guten Mutes den Heimweg antreten.




Foto Header: Massimo Fiorito